Drückjagd Bennerstedt, 22.11.2014

Zum inzwischen vierten Mal nahm die Stöberhundgruppe an der Jagd in der Bennerstedt teil. Auch in diesem Jahr konnten wir eine gute Anzahl von Hundeführern anmelden. So traten wir mit 5 Cocker-Spanieln, 4 Drahthaar-Foxterriern und einer Kopov-Bracke an. Herr von List war einmal mehr von der Resonanz zu dieser Jagd überwältigt, bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihr Erscheinen und wünschte Waidmannsheil. Dank hervorragender Vorarbeit konnten die einzelnen Schützen-Gruppen schnell abrücken und ihre Stände einnehmen. Die Hundeführer waren ebenfalls schon in Gruppen eingeteilt und auch sie rückten schnell in die entsprechenden Abteilungen ab. Die Spaniels waren in einer, die Foxel und die Kopov-Bracke in einer anderen Gruppe eingeteilt, zu der noch weitere Hundeführer eingeteilt waren. Schon beim Angehen waren die Hunde unruhig, wollten los – sie hatten Dank ihrer guten Nase schon die Sauen gerochen, die sich dicht an der (verkehrsberuhigten) Straße in die Brombeeren eingeschoben hatten. So ließ auch das Geläut nicht lange nach Beginn des Treibens auf sich warten. Fährten -und Sichtlaut wechselten sich mit Standlaut ab und oft waren im Anschluß an das Geläut Schüsse zu hören. Das recht anspruchsvolle Gelände war Nebensache – Hunde und Treiber waren voll auf die Arbeit konzentriert. Eine von den Hunden gefundene Sau wurde vor einen Schützen gebracht, der diese beschoss. Die kranke Sau wechselte zurück in das Treiben und wurde von den Hunden gestellt. Ein Hundeführer mußte dann die Saufeder einsetzen – die Sau wollte ihn annehmen. Er brauchte dabei Hilfe, denn die kranke Sau war noch sehr wehrhaft. So eilte Christine herbei und fing die Sau mit ab. An ein den Einsatz einer Waffe wäre in diesem Fall nicht zu denken gewesen. Die oftmals belächelte Saufeder hat hier ihre absolute Berechtigung, was auch Herr von List anmerkte. Die Sau wog aufgebrochen 66kg und hatte einen tiefen Bauchschuss gehabt, der zudem noch einen Hinterlauf durchschlug. An den zwei großen Lagerfeuern, über den jeweils ein Kessel mit heißem Getränk hingen um sich daran aufzuwärmen, trafen sich Treiber und Schützen, berichteten über ihre Erlebnisse. Alle warteten dann gespannt auf das Streckelegen. Vorher gab es wieder das leckere Wildgulasch mit Rotkohl und Kartoffeln. Eine herrlich rustikale Angelegenheit – am Lagerfeuer zu sitzen und das Gulasch zu geniessen. Als einziger Wermutstropfen war der einsetzende Regen zu bewerten – aber es hielt sich in Grenzen. Herr von List hatte in seiner morgendlichen Ansprache noch darauf hingewiesen, das das tolle Ergebnis vom Vorjahr wohl nicht gehalten werden könne, mußte dies aber dann revidieren. Es gab eine Steigerung – 38 Sauen (und 4 gestreifte Frischlinge) sowie 25 Rehe konnten anschließend verblasen werden. Herr von List bedankte sich bei allen Teilnehmern und war froh, das Schützen, Treiber und Hunde gesund und munter am Ende der Jagd zusammen gekommen sind. Der Hinweis auf die Jagd im nächsten Jahr wurde vermerkt und nach Rückkehr sofort in den Terminkalender für 2015 aufgenommen. Wir werden somit am 21.11.2015 wieder gerne in diesem Revier dazu beitragen, den Schwarzwildbestand zu reduzieren.